HR Erfolgsgeschichten schreiben - Schritt 2 von 10

Mitarbeiter auswählen

 

Nun haben wir unsere Zielgruppe definiert und die Themen festgesteckt. Wenn Sie sich bei den Themen unsicher sind, dann empfehle ich Ihnen: machen Sie eine kleine Feldforschung und fragen Sie Menschen, die der Zielgruppe entsprechen, warum Sie sich für bestimmte Unternehmen entschieden haben und was die Beweggründe waren.

  • Für unsere Beispielgeschichte nehmen wir folgendes Mitarbeiterprofil:
  • Hat als Universitätsabsolvent angefangen
  • Zwischen 25 und 30 Jahre alt
  • Seit 3 Jahren im Unternehmen ist
  • Der erste Erfolg verzeichnen kann
  • Der das ausstrahlt und vertritt, was Sie gerne nach außen hin vermitteln wollen

 Je besser Ihr gewählter Mitarbeiter auf die Zielgruppe passt, desto überzeugender und erfolgreicher wird Ihre Geschichte werden.

 

Die Grundaussage der Story finden

In diesem Kapitel werden wir uns damit beschäftigen, welche Grundaussage die Geschichte bekommen soll. Da wir eine Success Story schreiben, möchten wir natürlich einen erfolgreichen Mitarbeiter vorstellen. Doch Erfolg ist für viele Menschen etwas anderes

  • Denken Sie bitte wieder an die Zielgruppe, für die Sie den Text schreiben. Was ist für diese Personen ein Erfolg? Was ist für sie erstrebenswert?
  • In unserem Beispiel hatten wir den jungen Universitätsabsolventen gewählt. Lassen Sie uns an dieser Zielperson weiterarbeiten.
  • Schnell finden wir mehrere Themen, die ein junger Universitätsabsolvent als Erfolg sehen könnte, wie z.B.:
  • Die Einladung zu einem ersten Bewerbungsgespräch
  • Die Zusage für die Position im Unternehmen
  • Die bestandene Probezeit
  • Das erste erfolgreiche Projekt
  • Die erste Beförderung

Die richtigen Fragen stellen

Aus diesen möglichen Erfolgen formulieren Sie nun eine passende Frage. Es wird die Grundfrage sein, mit der wir uns die gesamte Geschichte über beschäftigen werden und dazu bauen wir gleich den Faktor "Emotion" ein: Das positive Gefühl. Es ist eine Frage, die wir bei der Zusammenstellung unserer Story ganz an den Schluss stellen werden. So gehen wir sicher, dass die Geschichte ein positives und emotionales Ende haben wird.

Übertragen wir die oben genannten Erfolge in folgende Grundfragen:

  • Wie hast du dich gefühlt, als du die Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten hast?
  • Wie hast du dich gefühlt, als du den Arbeitsvertrag im Postkasten gesehen hast?
  • Wie war es für dich, als du die Probezeit bestanden und fest zum Team gehört hast?
  • Wie war es für dich, als du dein erstes Projekt erfolgreich beendet hast?
  • Wie hast du dich bei deiner Beförderung zum Specialist gefühlt?

Wählen Sie für eine Story immer nur eine Ausgangsfrage aus, an der Sie dann strikt die Geschichte aufbauen. Im Nachhinein können Sie sie immer noch mit weiteren positiven Punkten anreichern.

Geben Sie dem Interviewpartner Zeit sich an all die Details zu erinnern. Versuchen Sie immer wieder auf dieses Erlebnis und vor allem auf das Gefühl zu kommen, das ihr Mitarbeiter damals hatte und beobachten Sie ihn genau. Leuchten seine Augen? Fängt er an zu lächeln? Reibt er sich die Hände, weil er die Spannung wieder spürt? Wenn ja, dann sind Sie genau auf der richtigen Spur. Lassen Sie ihn erzählen und fragen Sie immer wieder interessiert nach.

  • Achten Sie darauf, dass Sie offene Fragen stellen. Wie z.B.
  • Wie war dieser Augenblick für dich?
  • Was hast du gedacht?
  • Du warst aufgeregt? Wie äußert sich denn so etwas bei dir?

Vermeiden Sie auf jeden Fall geschlossene Fragen auf die Ihr Interviewpartner nur mit ja oder nein antworten kann, denn sonst bekommen Sie zu wenig Informationen. Auch Suggestivfragen verderben jedes authentische Interview und sollten vermieden werden.

 

Zitate lassen die Echtheit spüren

 

Während des Interviews werden Sie immer wieder spannende und "echte" Kommentare hören. Schreiben Sie diese mit oder besser, nehmen Sie das Interview auf, damit Sie es später leichter nachvollziehen können.

 

Zitate helfen Ihnen, die Geschichte authentisch wirken zu lassen. Achten Sie auf besondere Ausdrücke Ihres Interviewpartners. Wie drückt er Freude, Erstaunen oder ein Gefühl des Erfolges aus? Sie werden staunen, welch facettenreiches Material Sie erhalten werden. Und das alles können Sie für Ihre Success Story verwenden.