HR Erfolgsgeschichten schreiben - Schritt 5 von 10

Die Geschichte kommt ins Rollen

 

Bis jetzt haben wir die Basis für die Success Story gelegt, nun wird es Zeit die Geschichte voranzutreiben. In unserem Fall konzentrieren wir uns darauf herauszufinden, was den Mitarbeiter zu seinem Erfolg getrieben hat. Warum wollte er die Fortbildung machen, das Projekt übernehmen oder ein Team leiten?

 

Fangen wir zuerst mit den Rahmenbedingungen an, denn es ist schön, wenn wir später ein größeres Bild aufsetzen können um den Leser in die Geschichte zu holen.

 

Dabei bieten sich erste Fragen an wie z.B.

 

 

  • Wann hast du begonnen dich dafür zu interessieren?
  • Wo warst du gerade als du das erste Mal darüber nachgedacht hast?
  • Wer hat dich auf die Idee gebracht?

 

 

Lassen Sie bei den Fragestellungen gerne Ihrer Fantasie freien Lauf. Sie dienen dazu, den Mitarbeiter zum Sprechen zu bringen. Achten Sie auch darauf: Als guter Interviewer lassen Sie Ihren Kollegen bitte aussprechen. Sie werden sehen, die meisten Menschen, erzählen gerne von sich und ihren Erfolgen und Sie brauchen nur noch zu notieren.

 

Als Beispiel, wie so eine Antwort aussehen könnten greife ich gerne wieder unseren Universitätsabsolventen auf, der uns durch die Lessons begleitet:

 

"Naja, es war wie immer "Zufall"! Ich war damals abends in einer Bar mit Freunden unterwegs und dort lernte ich einen Mitarbeiter von hier kennen. Wir unterhielten uns erst über Fußball und auch meinen baldigen Abschluss. Dann erzählte er mir von seinem Job hier in der Firma und dass er sehr zufrieden war und man mit den Kollegen auch viel unternimmt. Er meinte es würden gerade noch junge Leute gesucht und ich würde gut reinpassen. Wegen meines Tatoos brauchte ich mir auch keine Sorgen machen, denn in seinem Unternehmen komme es darauf an was man leistet und nicht, wie man aussieht."

 

 

Der Antrieb zum Erfolg

 

Geben Sie sich in dieser Phase des Interviews nicht mit oberflächlichen Antworten zufrieden, denn der tiefe Wunsch des Helden trägt die ganze Geschichte. Wenn ihr Mitarbeiter also antwortet "Naja, irgendwie musste es ja weitergehen." Haken Sie nach! Und zwar so lange, bis sie wirklich seinen Antrieb, seinen Erfolgsmotor gefunden haben, denn nur so können Sie später eine logische Struktur bauen und den Spannungsbogen ziehen. Denn denken Sie daran, es soll eine Success Story werden und dafür müssen wir die Vision des Mitarbeiters herausfinden.

 

 

 

Nach dem ersten "Warm up" lassen Sie Ihre Fragen immer konkreter werden, um den Motor zum Erfolg und seine Vision herauszuarbeiten. Hier einige Beispiele zu möglichen Fragestellungen:

 

  • Warum hast du dich entschieden das Projekt zu übernehmen?
  • Was hast du dir davon versprochen?
  • Warum wolltest du die Abteilung aufbauen?
  • Was hat dich angetrieben diese Fortbildung zu machen?

 

 

Bei unserem Universitätsabsolventen könnte die Antwort folgendermaßen weitergehen:

 

"Am nächsten Morgen bin ich auf die Webseite des Unternehmens und habe mich erkundigt. Ich fand nicht nur die Stellenangebote interessant, sondern auch, dass es gerade im Juniorbereich viele Fortbildungsmöglichkeiten und auch ein Trainee-Programm gab und das Unternehmen international aufgestellt war. Da wusste ich gleich: das ist es! Das ist eine Firma, die meinen Start ins Berufsleben voranbringt."

 

Der Wunsch und die Vision Ihres Kollegen sind der Katapult für Ihre Geschichte, auf den sich die kommenden Kapitel immer wieder beziehen werden, daher kreisen Sie Ihren Interviewpartner ein, bis sie eine adäquate Vision haben.